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Linux-Grundlagen für Einsteiger

Diese Anleitung erklärt dir die wichtigsten Linux-Grundlagen, die du für die Verwaltung deines VPS oder Rootservers brauchst. Keine Sorge – du musst kein Experte sein. Mit diesen Basics kannst du dich sicher auf deinem Server bewegen.

Hinweis: Ausführliche Anleitungen zu einzelnen Themen findest du in der linken Navigation.

Was ist Linux?

Linux ist ein Betriebssystem – genau wie Windows oder macOS. Der Unterschied: Linux ist Open Source, kostenlos und läuft auf den meisten Servern weltweit. Für Server kommen meist die Distributionen Ubuntu, Debian oder CentOS zum Einsatz. Bei NexoraHost empfehlen wir Ubuntu oder Debian für Einsteiger.

Verbindung per SSH herstellen

SSH ist dein Tor zum Server. Damit führst du Befehle aus, als würdest du direkt davor sitzen.

Unter Windows (PowerShell oder CMD)

ssh root@deine-server-ip

Unter Linux/macOS (Terminal)

ssh root@deine-server-ip

Beim ersten Verbinden wirst du gefragt, ob du dem Fingerprint vertraust. Tippe yes und gib dein Passwort ein.

Die wichtigsten Befehle auf einen Blick

Navigation im Dateisystem

Befehl Funktion
pwd Zeigt das aktuelle Verzeichnis an (print working directory)
ls Listet Dateien und Ordner im aktuellen Verzeichnis auf
ls -la Detaillierte Ansicht mit versteckten Dateien und Rechten
cd verzeichnis Wechselt in das angegebene Verzeichnis
cd .. Eine Ebene nach oben gehen
cd ~ Zurück ins Benutzerverzeichnis
cd / Ins Root-Verzeichnis (oberste Ebene)

Dateien und Ordner verwalten

Befehl Funktion
mkdir name Erstellt einen neuen Ordner
rm datei Löscht eine Datei
rm -r ordner Löscht einen Ordner und seinen gesamten Inhalt
cp quelle ziel Kopiert eine Datei oder einen Ordner
mv quelle ziel Verschiebt oder benennt eine Datei um
nano datei Öffnet eine Datei im Texteditor (STRG+X zum Schließen)
cat datei Zeigt den Inhalt einer Datei an

Systeminformationen

Befehl Funktion
htop Zeigt CPU, RAM und laufende Prozesse in Echtzeit
df -h Zeigt freien Speicherplatz auf allen Partitionen
free -h Zeigt RAM-Nutzung an
uptime Zeigt an, wie lange der Server schon läuft
uname -a Zeigt Kernel-Version und Systeminformationen

Netzwerk

Befehl Funktion
ip a Zeigt alle Netzwerkschnittstellen und IP-Adressen
ping domain.de Testet die Verbindung zu einer Domain oder IP
ss -tlnp Zeigt alle offenen Ports und lauschende Dienste

Paketverwaltung – Software installieren

Unter Ubuntu und Debian installierst du Software mit apt:

# Paketliste aktualisieren
sudo apt update

# Installierte Pakete aktualisieren
sudo apt upgrade -y

# Ein neues Programm installieren
sudo apt install programmname -y

# Ein Programm deinstallieren
sudo apt remove programmname -y

Benutzer und Rechte

Wer bin ich?

whoami        # Zeigt deinen aktuellen Benutzer
id            # Zeigt Benutzer-ID und Gruppenzugehörigkeit

root vs. normaler Benutzer

Dateirechte verstehen

Mit ls -la siehst du die Rechte als Zeichenfolge:

-rwxr-xr-- 1 benutzer gruppe 1024 Mai 10 12:00 datei.txt

Rechte ändern

# Datei ausführbar machen (für Scripts)
chmod +x script.sh

# Ordner für alle lesbar machen
chmod 755 ordner

# Besitzer ändern
chown benutzer:gruppe datei

Prozesse verwalten

# Alle laufenden Prozesse anzeigen
ps aux

# Einen Prozess nach Namen finden
ps aux | grep prozessname

# Prozess beenden
kill PID         # PID aus "ps aux" ablesen
kill -9 PID      # Erzwingt das Beenden

Logs anzeigen

# Letzte 50 Zeilen der System-Logs
journalctl -n 50

# Logs eines bestimmten Dienstes
journalctl -u nginx

# Echtzeit-Logs verfolgen
tail -f /var/log/syslog

Die wichtigsten Verzeichnisse

Verzeichnis Inhalt
/ Root-Verzeichnis – oberste Ebene des Systems
/home Benutzerverzeichnisse (deine persönlichen Dateien)
/var/log Logdateien aller Dienste
/var/www Webserver-Dateien (HTML, PHP)
/etc Konfigurationsdateien aller Programme
/var/lib/mysql MySQL/MariaDB-Datenbanken

3 goldene Regeln für Einsteiger

  1. Keine Angst vor der Kommandozeile: Es gibt kein Undo – aber auch kein Problem, das man nicht reparieren kann. Leg Backups an
  2. Vor jedem rm-Befehl zweimal überlegen: Gelöschte Dateien sind wirklich weg – es gibt keinen Papierkorb
  3. Nicht alles als root machen: Für den Alltag reicht ein normaler Benutzer mit sudo. Root nur für System-Updates und Konfiguration

Ausführliche Anleitungen zu jedem Thema findest du in den Artikeln der linken Navigation.

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